Schutzumfang

Der Ein­la­gen­si­che­rungs­fonds schüt­zt Sicht-, Ter­min- und Spar­ein­la­gen (Gut­ha­ben auf Gi­ro­kon­ten, Spar­kon­ten, Ta­ges­geld­kon­ten, Fest­geld­kon­ten).

Nicht ge­schützt sind unter an­de­rem In­ha­ber­pa­pie­re (Zer­ti­fi­ka­te, In­ha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen).
 

Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.

Wer ist geschützt?

Der Schutzumfang des Einlagensicherungsfonds unterscheidet sich von dem der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB); allerdings gibt es auch Überschneidungen. Der Einlagensicherungsfonds schützt die Einlagen von natürlichen Personen und rechtsfähigen Stiftungen und - mit gewissen Einschränkungen - die Einlagen anderer Gläubiger (z.B.: Unternehmen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, BGB Gesellschaften). Die Einlagen von Kreditinstituten, Finanzinstituten, Wertpapierfirmen und Gebietskörperschaften sind ab dem 1. Oktober 2017 grundsätzlich nicht mehr geschützt.

Was ist geschützt?

Die Einlagensicherung schützt insbesondere die Einlagen von natürlichen Personen und rechtsfähigen Stiftungen. Bei den geschützten Einlagen handelt es sich im Wesentlichen um Sicht-, Termin- und Spareinlagen und auf den Namen lautende Sparbriefe. Nicht gesichert werden Verbindlichkeiten aus Inhaber- und Orderschuldverschreibungen.

Die Einlagen aller anderen Gläubiger sind darüber hinaus ab dem 1. Oktober 2017 nur dann gesichert, wenn die Einlage keine Verbindlichkeit aus einem Schuldscheindarlehen oder einer Namensschuldverschreibung ist. Ab dem 1. Januar 2020 werden Einlagen aller anderen Gläubiger nur geschützt, wenn die Einlagen mit einer Frist von maximal 18 Monaten gekündigt oder anderweitig zurückgefordert werden können.

Auf Einlagen, die bereits vor dem 1. Januar 2020 bestanden haben, findet die Laufzeitbeschränkung keine Anwendung. Die Einlagen von Kreditinstituten, Finanzinstituten, Wertpapierfirmen und Gebietskörperschaften sind ab dem 1. Oktober 2017 grundsätzlich nicht mehr geschützt.

Der Einlagensicherungsfonds schützt Einlagen unabhängig davon, in welcher Währung sie unterhalten werden. Der Einlagensicherungsfonds ist jedoch berechtigt, die Entschädigung in Euro vorzunehmen. Gemäß § 6 Absatz 12 des Statuts des Einlagensicherungsfonds umfassen die Entschädigungszahlungen im Rahmen der Sicherungsgrenze auch Zinsansprüche. Diese laufen grundsätzlich bis zur Feststellung des Entschädigungsfalls. Der Einlagensicherungsfonds entschädigt Zinsen nur wenn und soweit vertragliche Ansprüche bestehen. Geregelt ist ferner, dass der Einlagensicherungsfonds Zahlungen nur für Zinsen in marktüblicher Höhe leistet.

Wie hoch ist der Schutz?

Die Sicherungsgrenze entspricht derzeit 20 % der Eigenmittel i.S.v. Art. 72 CRR der jeweiligen Bank. Sofern die gesamten Einlagen eines Kunden nicht über dieser Grenze liegen, sind sie vollständig gesichert. Die Sicherungsgrenze ist einlegerbezogen. Sie besteht also unabhängig davon, ob das Geld auf einem Konto unterhalten wird oder auf mehrere Konten verteilt ist.

Abweichend hiervon beträgt die Sicherungsgrenze für neu aufgenommene Institute bis zum Ende des dritten vollen Kalenderjahres ihrer Mitwirkung am Einlagensicherungsfonds grundsätzlich nur 250.000 €.

Die Sicherungsgrenze bildet die Höchstgrenze der Absicherung für die Einlagen jedes einzelnen Kunden. Sofern ein Kunde Einlagen unterhält, die die Sicherungsgrenze überschreiten, wird er bis zur Sicherungsgrenze entschädigt, den überschießenden Betrag kann er selbst im Insolvenzverfahren der Bank geltend machen. Für fast alle Privatkunden bedeutet dieses Einlagensicherungskonzept praktisch die volle Sicherung sämtlicher Guthaben bei den privaten Banken. Selbst bei kleinen Banken mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindesteigenkapital von 5 Mio. € werden Beträge bis zu 1 Mio. € pro Einleger voll geschützt. In der Regel ist der gesicherte Betrag erheblich höher.

Nähere Informationen zur Sicherungsgrenze und zu deren Entwicklung können der Webseite des Einlagensicherungsfonds entnommen werden.

Auf Anfrage gibt der Bundesverband deutscher Banken allen Interessierten die jeweils aktuelle Sicherungsgrenze einer Mitgliedsbank bekannt; sie kann auch im Internet abgefragt werden.

Wertpapiere schützt der Einlagensicherungsfonds nicht. Diese werden lediglich von der Bank verwahrt, sie bleiben aber im Eigentum des Kunden. Im etwaigen Insolvenzfall können Sie die Wertpapiere schriftlich bei Ihrer Bank herausverlangen oder Ihr Depot auf ein anderes Institut übertragen lassen, sofern der Bank keine Sicherungsrechte zustehen. Sie können auch während eines Moratoriums jederzeit die Herausgabe der Ihnen gehörenden Papiere verlangen. Die Bank darf trotz des Zahlungs- und Veräußerungsverbotes diesem Begehren nachkommen, da ihr die Herausgabe fremder Sachen nicht verwehrt ist.