Schutzumfang

Die Einlagensicherungsfonds schützen Sicht-, Termin- und Spareinlagen (Guthaben auf Girokonten, Sparkonten, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten). Darüber hinaus sind auch Namensschuldverschreibungen und auf den Namen lautende Sparbriefe geschützt.

Nicht geschützt sind unter anderem Inhaberpapiere (Zertifikate, Inhaberschuldverschreibungen).
 

Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V.

Wer ist geschützt?

Der Schutzumfang des Einlagensicherungsfonds unterscheidet sich von dem der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB); allerdings gibt es auch Überschneidungen. Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also ebenso die Guthaben von Privatpersonen. Anders als bei der EdB sind aber auch Versicherungsunternehmen, Kapitalanlagegesellschaften und öffentliche Stellen abgesichert.

Was ist geschützt?

Geschützt werden die Sicht-, Termin- und Spareinlagen – einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe – bis zur maßgeblichen Sicherungsgrenze der Bank. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie zum Beispiel Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate, werden hingegen nicht erfasst.

Der Schutz des Einlagensicherungsfonds ist wegen der unterschiedlichen Behandlung von Kreditinstituten und Nichtkreditinstituten und wegen der Sicherungsgrenze, die pro Einleger gilt, notwendigerweise personenbezogen. Deshalb können Inhaberpapiere, bei denen der jeweilige Rechtsträger entschädigungsberechtigt wäre, vom Einlagensicherungsfonds nicht geschützt werden. Wären Inhaberpapiere in den Schutz einbezogen, so wären im Insolvenzfall Manipulationen möglich.

Der Einlagensicherungsfonds schützt Einlagen, unabhängig davon, in welcher Währung sie unterhalten werden. Der Einlagensicherungsfonds ist jedoch berechtigt, die Entschädigung in Euro vorzunehmen.

Wie hoch ist der Schutz?

Die Sicherungsgrenze entspricht derzeit 20 % des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Sofern die gesamten Einlagen eines Kunden nicht über dieser Grenze liegen, sind sie vollständig gesichert. Die Sicherungsgrenze ist einlegerbezogen. Sie besteht also unabhängig davon, ob das Geld auf einem Konto unterhalten wird oder auf mehrere Konten verteilt ist.

Abweichend hiervon beträgt die Sicherungsgrenze für neu aufgenommene Institute bis zum Ende des dritten vollen Kalenderjahres ihrer Mitwirkung am Einlagensicherungsfonds grundsätzlich nur 250.000 €.

Die Sicherungsgrenze bildet die Höchstgrenze der Absicherung für die Einlagen jedes einzelnen Kunden. Sofern ein Kunde Einlagen unterhält, die die Sicherungsgrenze überschreiten, wird er bis zur Sicherungsgrenze entschädigt, den überschießenden Betrag kann er selbst im Insolvenzverfahren der Bank geltend machen. Für fast alle Privatkunden bedeutet dieses Einlagensicherungskonzept praktisch die volle Sicherung sämtlicher Guthaben bei den privaten Banken. Selbst bei kleinen Banken mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindesteigenkapital von 5 Mio. € werden Beträge bis zu 1 Mio. € pro Einleger voll geschützt. In der Regel ist der gesicherte Betrag erheblich höher.

Nähere Informationen zur Sicherungsgrenze und zu deren Entwicklung können der Webseite des Einlagensicherungsfonds entnommen werden.

Auf Anfrage gibt der Bundesverband deutscher Banken allen Interessierten die jeweils aktuelle Sicherungsgrenze einer Mitgliedsbank bekannt; sie kann auch im Internet abgefragt werden.

Gemäß § 6 Abs. 5 des Statuts des Einlagensicherungsfonds umfassen die Zahlungen im Rahmen der Sicherungsgrenze auch Zinsansprüche. Diese laufen grundsätzlich bis zur Rückzahlung der Verbindlichkeiten, längstens bis zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Der Einlagensicherungsfonds entschädigt Zinsen nur dann, wenn und soweit vertragliche Ansprüche bestehen. Geregelt ist ferner, dass der Einlagensicherungsfonds Zinsen nur in marktüblicher Höhe erstattet.

Wertpapiere schützt der Einlagensicherungsfonds nicht. Diese werden lediglich von der Bank verwahrt, sie bleiben aber im Eigentum des Kunden. Im etwaigen Insolvenzfall können Sie die Wertpapiere schriftlich bei Ihrer Bank herausverlangen oder Ihr Depot auf ein anderes Institut übertragen lassen, sofern der Bank keine Sicherungsrechte zustehen. Sie können auch während eines Moratoriums jederzeit die Herausgabe der Ihnen gehörenden Papiere verlangen. Die Bank darf trotz des Zahlungs- und Veräußerungsverbotes diesem Begehren nachkommen, da ihr die Herausgabe fremder Sachen nicht verwehrt ist.